Olympia in Rio 2016: Das sollte man wissen

In diesem Jahr finden die Olympischen Spiele der Neuzeit in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro statt. Im legendären Maracanã -Stadion, das auch Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft war, werden die Feierlichkeiten vom amtierenden Interims-Präsidenten Michel Temer am 05. August 2016 eröffnet. Insgesamt 154 Mannschaften mit 6.285 Athleten werden derzeit offizielle erwartet. Mit 271 Athleten gehört Deutschland zu den personenstärksten Nationen. Unter dem Motto „Viva sua Paixão“ (Lebe deine Leidenschaft) werden die Olympischen Spiele zum ersten Mal auf dem südamerikanischen Kontinent und zum zweiten Mal nach Mexiko 1986 in Lateinamerika veranstaltet. Rio de Janeiro musste sich bei der Wahl gegen drei starke Konkurrenzstädte, Tokio, Madrid und Chicago. Neben dem Maracanã -Stadion sollen weitere Veranstaltungen und Wettkämpfe unter anderem im Olympiastadion, im Sambadromo, im Maracanãzinho, im Barra Aquatis Centre und im Rio Olympic Velodrom ausgetragen werden.

Wenn man über Rio 2016 spricht, darf man auch die Olympische Geschichte nicht vergessen. Wie zur antiken Zeit wurde auch bei diesen Spielen die Flamme im heiligen Olympia mithilfe eines Parabolspiegels entzündet, durch Griechenland getragen und bis in die Schweiz gebracht. Von dort aus wurde die Fackel – noch immer brennend – mit dem Flugzeug nach Brasilien transportiert. Hier geht der Fackellauf 20.000 Kilometer durch insgesamt 330 brasilianische Städte weiter bis das Olympische Feuer seinen Platz im Stadtzentrum von Rio de Janeiro einnimmt. Für weitere Informationen kann man auch hier schauen: https://www.rio2016.com/en

Bereits seit der Wiedereinführung der Olympischen Sommerspiele im Jahr 1894 findet die Veranstaltung in einem vierjährigen Turnus in verschiedenen Städten weltweit statt. Waren die antiken Spiele in der Stadt Olympia auf der Halbinsel Peloponnes anfangs nur auf Laufsport beschränkt, so weiteten sich die Disziplinen mit der Zeit auf insgesamt 18 Sportarten aus. Neben dem Sport spielte vor allem die Religiosität eine zentrale Rolle bei den Olympischen Spiele der Antike, die durch ihren brutalen Charakter für sehr viel Aufsehen sorgten. So mussten beispielsweise Boxer und Ringer allzeit mit dem Tod rechnen. Teilweise wurden besonders mutige Kämpfer sogar nach ihrem Tod zum Sieger erklärt. Nach der Eroberung Griechenlands durch die Römer durften auch Nicht-Griechen nun am Wettbewerb teilnehmen, wodurch der einstige Charakter der Olympischen Spiele stark verändert wurde. Etwa um 400 n.Chr. wurden die letzten antiken Spiele ausgetragen.

Deutlich weniger brutal sind die Olympischen Spiele der Neuzeit, jedoch wuchs auch hier stetig der Umfang der Veranstaltung. Waren zu Beginn nur etwa 250 Athleten beteiligt, so beträgt die Zahl nun mehrere Tausend. Wiederbelebt wurde die Idee der Olympischen Spiele durch Pierre de Coubertin, der bei den Wenlock Olympian Gamesim Jahr 1890 in seiner Meinung bestärkt wurde, dass den Männern, vor allem den Soldaten es an körperlicher Betätigung fehle. Vom Coubertin stammte auch die Idee des Rotationsprinzips, die er bei einer Tagung in der Sorbonne-Universität in Paris vorstellte, die als erster Olympischer Kongress in die Geschichtsbücher einging. Beschlossen wurde, dass die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit in Athen, dem Ursprungsland der Veranstaltung, zwei Jahre später stattfinden sollten. Durch den Erfolg der ersten Olympischen Spiele beflügelt, schlugen die Griechen vor, die Spiele doch immer in Griechenland austragen zu können. Das Internationale Olympische Komitee lehnte aber ab. In den folgenden acht Jahren wurden die Spiele in Paris und in St. Louis ausgetragen.

Aufgrund der Streitfrage, ob auch Eiskunstlauf und Eishockey bei den Olympischen Sommerspielen als Sportarten zugelassen werden sollten, entschied das IOC 1921 in Lausanne die Wintersportwoche einzuführen, die wenig später aufgrund des Erfolges als Olympische Winterspiele fortgeführt wurde. Erst seit 1986 existiert übrigens der Zweijahresturnus, nachdem sich die Sommer- und Winterspiele alle zwei Jahre abwechseln. Seit 1960 gibt es außerdem die Paralympics, an denen körperlich behinderte Menschen teilnehmen. Was viele nicht wissen, ist, dass es auch Olympische Spiele für geistig behinderte Menschen und Gehörlose gibt. Die sogenannten Special Olympics und Deaflympics gibt es bereits seit Jahrzehnten parallel zu den regulären Spielen. So wurden die Deaflympics schon 1924 eingeführt, die Special Olympics hingegen erst im Jahr 1968.

Mittlerweile zählen zu den Mitgliedsstaaten des IOC 205 Länder, womit die IOC-Liste mehr Länder umfasst, als von der UN offiziell anerkannt wurden. Ein sehr interessanter Fakt, wenn man bedenkt, dass außerhalb von Europa nur sehr wenige Olympische Sommerspiele ausgetragen wurden. Ganz zu schweigen von den Winterspielen, die aufgrund der Wetterlage nur auf der Nordhalbkugel veranstaltet werden können. Zu den erfolgreichsten Olympioniken gehört übrigens Michael Phelps, der bei seinen vier Teilnahmen ganze 22 Medaillen abstauben konnte, von denen 22 vergoldet sind. Auf dem zweiten Rang der besten Olympioniken aller Zeiten folgt ihm mit etwas Abstand Larissa Latynina, eine Gerätturnerin aus der ehemaligen UdSSR.

Auch ich habe mich bereits olympiafit gemacht und mir am vergangenen Wochenende eine Tischtennisplatte gebraucht, aber so gut wie neu, zugelegt, die nun im Garten einen tollen Platz gefunden hat. Da wir eh nur unregelmäßig, wenn mal Besuch da ist, spielen, ist ein Gebrauchtartikel für uns die beste Option. So ärgert man sich auch nicht, wenn die Tischtennisplatte dann doch schottreif ist.